PRESS RELEASE
Fujitsu und Carnegie Mellon University eröffnen gemeinsames Zentrum für physische KI
München, 28. April 2026
Fujitsu und die Carnegie Mellon University (CMU) aus den USA haben die Eröffnung des Fujitsu-Carnegie Mellon Physical AI Research Center bekannt gegeben. In dem Zentrum werden Fujitsu und die CMU gemeinsam Forschung und Entwicklung von Kerntechnologien vorantreiben, welche die Fähigkeiten von physischer KI erweitern und ihre Skalierbarkeit verbessern. Das Zentrum soll zu einem globalen Forschungsstandort werden und dazu beitragen, diese Technologien in die Gesellschaft zu tragen.
Forschungsschwerpunkte und Zielsetzung
Physische KI wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, große gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehören eine höhere Produktivität, eine Abfederung des Arbeitskräftemangels und mehr Sicherheit. Möglich wird das durch KI-Systeme, die in realen Umgebungen handeln und mit Menschen sowie ihrer Umgebung interagieren. So lassen sich Abläufe in Branchen wie Fertigung, Logistik, Bau, Infrastruktur und Gesundheitswesen stärker automatisieren und gezielt verbessern.
Um diese Vision umzusetzen, braucht es Know-how und Technologien aus verschiedenen Bereichen. Dazu zählen Robotik, Künstliche Intelligenz, Simulation, Mensch-Roboter-Interaktion sowie Fragen der Ethik und gesellschaftlichen Akzeptanz. Deshalb sind nicht nur Fortschritte in einzelnen Disziplinen entscheidend, sondern auch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Ansätze, die akademische Forschung mit praktischer Anwendung verbinden.
Vor diesem Hintergrund haben Fujitsu und die CMU das Fujitsu-Carnegie Mellon Physical AI Research Center gegründet.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Dem interdisziplinären Charakter von physischer KI entsprechend arbeiten im Zentrum Forschende der CMU aus vielen Fachbereichen zusammen. Dazu zählen unter anderem Robotik, Maschinelles Lernen, Sprachtechnologien, Mensch-Computer-Interaktion, Elektro- und Computertechnik, Bau- und Umweltingenieurwesen sowie Philosophie.
Fujitsu und die CMU treiben Forschung und Entwicklung gemeinsam voran. Dabei bringen beide Partner ihre jeweiligen Stärken ein. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Aktionsgenerierung und Lernen, räumliche Wahrnehmung und Umgebungsverständnis, Koordination und Optimierung mehrerer Roboter, Mensch-Roboter-Kollaboration sowie die Integration von Simulation und realen Umgebungen.
Fujitsu Kozuchi Physical OS
Fujitsu arbeitet daran, eine Physical-AI-Plattform zu entwickeln, die in geschäftskritischen Bereichen soziale Infrastrukturen unterstützen kann. Dabei nutzt das Unternehmen seine Stärken in den Bereichen KI, Computing und Netzwerke.
Fujitsu stellt dafür eine einheitliche Infrastruktur von der Cloud bis zur Edge bereit. So will das Unternehmen Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit sicherstellen. Gleichzeitig berücksichtigt Fujitsu Anforderungen an Datensouveränität und Governance. Damit schafft Fujitsu eine nachhaltige Grundlage für eine Gesellschaft, in der Menschen und Roboter sicher und nahtlos zusammenarbeiten.
Ein konkretes Beispiel dafür ist Fujitsu Kozuchi Physical OS. Die Plattform verbindet Roboter, Sensoren, Systeme und physische Räume miteinander. Sie ermöglicht es, mehrere Roboter und Systeme auf Basis betrieblicher Anweisungen koordiniert zu steuern. Dafür kombiniert sie zwei Fähigkeiten:
- Brain Intelligence verbessert die Anpassungsfähigkeit von Robotern an Aufgaben auf Grundlage früherer Erfahrungen und menschlicher Nachahmung.
- Spatial Intelligence stellt Informationen über reale Umgebungen bereit, in denen Roboter arbeiten.
Die Technologien, die in diesem Forschungszentrum entstehen, sollen ab dem Geschäftsjahr 2026 schrittweise in die Plattform einfließen. So lassen sich Physical-AI-Technologien aus verschiedenen Disziplinen integriert nutzen. Das verbessert nicht nur die Anpassungsfähigkeit an komplexe und dynamische Aufgaben in realen Umgebungen, sondern sorgt auch dafür, interdisziplinäre Forschung schneller in die Praxis zu überführen.
Ausblick
Fujitsu und die Carnegie Mellon University wollen gemeinsam Schlüsseltechnologien für physische KI weiterentwickeln. Zugleich wollen sie eine Gesellschaft fördern, in der Menschen und Roboter zusammenarbeiten. So möchten sie zu einer nachhaltigen und resilienten Gesellschaft beitragen.
Vivek Mahajan, Corporate Executive Officer, Corporate Vice President, CTO und verantwortlich für System Platform bei Fujitsu Limited, erklärt:
„Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der Carnegie Mellon University ein neues Zentrum für physische KI zu gründen. Die Carnegie Mellon University gehört weltweit zu den führenden Institutionen in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz. In diesem Forschungszentrum wollen wir die Stärken von KI, Computing, Netzwerken und Robotik zusammenführen, um neue Mehrwerte zu schaffen und dazu beizutragen, physische KI schneller und verlässlich in die Praxis zu bringen. Gleichzeitig erweitern wir unsere Forschung auf Bereiche, die für die gesellschaftliche Infrastruktur besonders wichtig sind. Damit unterstützen wir eine Zukunft, in der Menschen und Roboter sicher zusammenarbeiten und eine nachhaltige Gesellschaft mitgestalten.“
Martial Hebert, Dean und University Professor of Robotics, School of Computer Science, sagt:
„Mit dem Fujitsu-Carnegie Mellon Physical AI Research Center knüpft die Carnegie Mellon University an ihre Arbeit an, KI- und Robotiksysteme für reale Anwendungsfelder zu entwickeln. Gleichzeitig baut das Zentrum auf der engen Zusammenarbeit der Universität mit der Industrie auf, um Innovationen in die Praxis zu überführen und neue Entwicklungen anzustoßen. Physische KI wird die Maschinen von morgen antreiben. Die Technologie ermöglicht fundierte Entscheidungen, höhere Effizienz und mehr Sicherheit. Mindestens ebenso wichtig ist, dass sie die Grundlage für vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in kritischen Einsatzbereichen schafft. Wir freuen uns, mit Fujitsu einen starken Partner an unserer Seite zu haben, um den Bereich physische KI gemeinsam weiter voranzubringen.“
Zu den beteiligten Forschenden zählen:
- Yonatan Bisk, Assistant Professor, Language Technologies
- Fernando De La Torre, Research Professor, Robotics
- Tim Dettmers, Assistant Professor, Machine Learning
- Laszlo Jeni, Assistant Research Professor, Robotics
- Kris Kitani, Associate Research Professor, Robotics
- David Lindlbauer, Assistant Professor, Human-Computer Interaction
- Yorie Nakahira, Assistant Professor, Electrical and Computer Engineering
- Graham Neubig, Associate Professor, Language Technologies
- Jean Oh, Associate Research Professor, Robotics
- Sean Qian, Professor, Civil and Environmental Engineering
- Sebastian Scherer, Associate Research Professor, Robotics
- Peter Spirtes, Department Head and Professor, Philosophy
- Kun Zhang, Professor, Philosophy
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Fujitsu Germany
Melanie Saß
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Alle hier genannten Firmen- oder Produktnamen sind Marken oder eingetragene Marken ihrer jeweiligen Eigentümer. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
Datum: 28. April 2026
Stadt: München
Unternehmen: Fujitsu Germany