Sind Filial-Inventurdifferenzen jenseits der 0,5 % für den Handel noch vertretbar?

Eine Supermarktmitarbeiterin steht vor einem Regal mit frischem Obst und Gemüse und hält Notizen auf einem Klemmbrett fest

3 Minuten Lesezeit

Inventurdifferenzen deutlich über der 0,5 % Grenze haben sich seit Jahren beim Handel etabliert. Manchem Händler gelingt es nicht Manipulationen am PoS, die durch Mitarbeiter und Prozessinkonsistenzen verursacht werden, mit präventiv ausgerichteten Mechanismen aktiv entgegenzuwirken. 

Laut Schätzungen verliert der deutsche Handel während der Geschäftszeit pro Stunde im etwa 1 Mio € aufgrund von dolosen Handlungen in den Filialen. Dabei sind – je nach Branche und Region – Mitarbeiter, Prozesse und Lieferanten – laut der „EHI Studie Inventurdifferenzen 2025“ – tragen mit anteilig über 30 % zu den Verlusten bei.

Gespräche mit den Händlern offenbaren sehr schnell, wo die Probleme liegen: Komplexe Reports liefern zwar Kennzahlen, informieren aber zu spät oder nicht detailliert genug  über dolose Handlungen. Die detaillierte Prüfung und Qualifizierung von Ungenauigkeiten erfordert von den Anwendern (Vertrieb und / oder Revision) einen hohen manuellen und zeitlichen Aufwand. Der Grund? Oft müssen diverse IT-Plattformen eingesetzt werden, die weder benutzerfreundlich sind noch für die Evaluierung von Manipulationen ausgelegt wurden.

Das Ergebnis:

  • Hohe Latenzen von bis zu 60 Tagen und mehr, um dolose Handlung korrekt zu kategorisieren.
  • Ein krasses Missverhältnis zwischen dem immensen Arbeitsaufwand und dem Anteil tatsächlich aufgedeckter Manipulationen.
  • Steigende Verluste, da viele dolose Handlungen unentdeckt bleiben.

Die Lösung: Fujitsu Profit Protection

Gemeinsam mit seinen internationalen Handelspartnern hat Fujitsu die alltäglichen technischen Herausforderungen detailliert analysiert und priorisiert, die die Basis-Anforderung für Fujitsu Profit Protection bilden:

  • Eine Plattform, die einen zentralen Zugriff auf alle essenziellen Informationen sicherstellt.
  • Transaktionen werden durch mehrdimensionale Informationen aus unterschiedlichsten Datenquellen angereichert.
  • Jeder Filialprozess muss End-to-End analysierbar und bewertbar sein, somit müssen Transaktionen ebenfalls automatisiert end-to-end  auf potenziell dolose Handlungen geprüft sein, bevor sie zwecks Verifizierung dem Anwender vorgelegt wird.
  • Ein effizientes User Interface, welches den Zeitaufwand bei der Verifizierung minimiert.
  • Hohe Performance der Plattform, keine Einschränkung bei dem Zugriff im Datenumfang.
  • Der Einsatz von intelligenten Prozessen informiert den Anwender bei verifizierten Volltreffern mit hoher Genauigkeit über ähnliche Fälle weiterer Kandidaten.
  • Unabhängigkeit von der IT durch Self-Service.

Mit der Veröffentlichung von Profit Protection hat Fujitsu exakt die Bedürfnisse des Handels adressiert.

Inzwischen werden global in mehr als 11.000 Filialen die Prozesse von sowohl klassischen Handelsformaten als auch von Kiosk/Convenience Formaten durch Fujitsu Profit Protection aktiv und erfolgreich auf dolose Handlungen hin geprüft. Fujitsu hat dabei in den meisten Fällen In-House Entwicklungen erfolgreich abgelöst.

Das folgende Ranking listet hierbei die Szenarien nach Ihrer Bedeutung auf:

  • Leerguttransaktionen 
  • Retouren
  • Storno auf der Zeile
  • Altersüberprüfung
  • Offene Waagenbons
  • Warengruppenbuchungen
  • Bonstorno
  • Discount

Partner haben der Fujitsu bestätigt, dass bereits innertägig Manipulationen des Tages verifiziert werden können und infolgedessen schon am Tag der Manipulation oder am Folgetag eine geeignete Maßnahme umgesetzt werden kann. Zudem werden Prüf-Logiken durch den Anwender kontinuierlich optimiert und das System schlägt dem Analysten für als Manipulation gekennzeichnete Transaktionen automatisch ähnliches Verhalten vor.

Der integrierte Qualifizierungsworkflow, der den Anwender dabei begleitet, auffällige Transaktionen systematisch zu kategorisieren, ermöglicht den Einsatz von KI-Komponenten. Nach einer geeigneten Trainingsphase – kann Profit Protection dem Anwender eine Priorisierung bei seiner Recherche vorschlagen. Weitere KI-basierten Erweiterungen, wie die ganzheitliche Identifikation und Empfehlung von einzelnen Fällen über Manipulation in diversen Transaktionen hinweg sind in der Vorbereitung.

Fazit: Inventurdifferenzen aktiv reduzieren

Inventurdifferenzen von über 0,5 % sind für den Handel nicht hinnehmbar – weder wirtschaftlich noch operativ. Mit den richtigen Tools und Prozessen lassen sich Manipulationen jedoch früher erkennen, schneller analysieren und gezielt bekämpfen. Fujitsu Profit Protection zeigt, wie es geht: durch Automatisierung, KI und benutzerfreundliche Workflows.

Weitere Informationen zu unserem Profit‑Protection‑Angebot finden Sie hier:

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Bernhard Webler

Bernhard Webler ist Global Offering Manager sowie Lead Business Process Advisor mit umfangreicher internationaler Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung geschäftskritischer Lösungen für Kunden aus dem Einzelhandel und der Industrie. Bernhard Webler zeichnet sich mit einem Consultative Ansatz in der Leitung komplexer Projekte unter Einsatz sowohl agiler (Scrum) als auch Wasserfall-Methoden aus. Seine fundierten Kenntnisse der Prozessanalyse und von Datenstrukturen wie z. B. SAP CAR, TLOG wird kundenseitig geschätzt und seine Expertise wird global nachgefragt.

Bernhard Webler: Global Offering Manager bei Fujitsu

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