Verlässlichkeit, Kontinuität und Innovation: Uwe Stowasser ist neuer Geschäftsführer der Fujitsu Germany GmbH

Ein Leuchtturm am Ufer eines Sees, aufgenommen bei Sonnenuntergang

30. April 2025

5 Minuten Lesezeit 

Uwe Stowasser ist seit mehr als drei Jahrzehnten bei Fujitsu. In den letzten Jahren verantwortete er den Bereich „Enterprise Platform Services (EPS) & Modernization Europe“ und gestaltete diesen erfolgreich. Seit dem 1. April übernimmt er nun die Rolle des Geschäftsführers der Fujitsu Germany GmbH und vertritt das Unternehmen gemeinsam mit den beiden japanischen Board Membern Mikihito Saito und Yasunari Igusa. Wir haben mit ihm über seine neue Aufgabe und die Zukunft von Fujitsu Germany gesprochen.

Neue Rolle – vertrautes Terrain

Hallo Uwe, vielen Dank für deine Zeit – und erst einmal herzlichen Glückwunsch zur neuen Rolle!

Vielen Dank! Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die Möglichkeit, die Fujitsu Germany auf ihrer weiteren Reise zu geleiten. Die bisherigen Erfolge seit der Neugründung vor etwas mehr als einem Jahr sind das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen. Ich freue mich darauf, mit dem Team der Fujitsu Germany die nächsten Schritte zu gehen und das Unternehmen in eine noch erfolgreichere Zukunft zu führen.

Uwe Stowasser, Geschäftsführer der Fujitsu Germany GmbH

Was hat dich persönlich am meisten geprägt in deinen über 30 Jahren bei Fujitsu?

Das ist eine schwierige Frage. Es gab sicherlich viele Momente, die mich geprägt haben. Gerne möchte ich die Frage etwas umformulieren: Was macht mich nach mehr als 30 Jahren bei Fujitsu nun als Geschäftsführer aus?

Ich habe meine Karriere hier von der Pike auf gelernt, angefangen mit der Ausbildung in einem der Vorgängerunternehmen der heutigen Fujitsu Germany. Diese lange Vertriebserfahrung hat mich geprägt und mir ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen unserer Teams am Markt vermittelt. Ich kenne viele unserer Kunden seit Jahrzehnten und habe sie durch die sich wandelnden Anforderungen der IT begleitet. Ich weiß, was es bedeutet, die Ärmel hochzukrempeln und aktiv Geschäfte zu machen.

Mir ist bewusst, dass hinter allen Kennzahlen und Entscheidungen Menschen stehen – echte Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen. Und ich nehme ganz bewusst die VERANTWORTUNG für mehr als 700 Menschen – mehr als 700 Familien! – an. Diese menschliche Perspektive, gepaart mit Bodenständigkeit und umfangreichem Fachwissen, prägt meinen Führungsstil. Ich möchte ein Umfeld schaffen, in dem sich jeder Einzelne wertgeschätzt fühlt und sein Potenzial voll entfalten kann.

Vorfreude auf spannende Herausforderungen

Worauf freust du dich als neuer Geschäftsführer der Fujitsu Germany besonders? Welche Themen und Herausforderungen möchtest du angehen?

Seit meiner Ernennung zum Geschäftsführer der Fujitsu Germany wurde ich tatsächlich mehrfach gefragt: ‚Warum tust du dir das an?‘ Mit dem EPS- und Modernization-Geschäft haben wir – und damit meine ich die beteiligten Teams – ein hochprofitables, stabiles und zukunftsträchtiges Geschäft aufgebaut. Es ist kein Geheimnis, dass Fujitsu mit dem Servicegeschäft in Deutschland, einschließlich des Defence-Portfolios, ganz neue Wege geht. Und natürlich wäre es für mich einfach gewesen, mich auf unsere stabilen Geschäftsbereiche zu konzentrieren.

Aber ich nehme diese Herausforderung bewusst an und stelle mich der Verantwortung. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unseren Kunden mit unseren Serviceangeboten einen echten Mehrwert bieten können und auch unsere Bestandskunden von innovativen Ansätzen im Zuge der digitalen Transformation profitieren werden. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team diese Potenziale zu erschließen und Fujitsu Germany in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Modernisierung in vielen Bereichen

Ein wichtiger Teil deiner bisherigen Tätigkeit war / ist der Bereich Modernisierung. Wie geht es da weiter?

Da sind wir breit aufgestellt. Wir treiben das Thema Modernisierung nicht nur für Fujitsu Germany voran, sondern für ganz Europa. In den letzten Jahren haben wir uns zu diesem Zweck eine breite und vielfältige Kundenbasis aufgebaut. Der Bereich ist für mich ein Paradebeispiel dafür, was die Menschen hier bei Fujitsu Germany bewegen können.

Ich vergleiche das gerne mit einem Schiff: Im Hafen ist es sicher, aber dafür wurde es nicht gebaut. Und genau das haben die Teams im Bereich Modernisierung in den letzten Jahren gelebt. Sie haben hocheffizient zusammengearbeitet und gemeinsam mit den Teams in anderen europäischen Fujitsu Gesellschaften passgenaue Lösungen für unsere Kunden entwickelt und erfolgreich vermarktet. Diese Innovationskraft und der Mut, neue Wege zu gehen, sind es, die mich an diesem Bereich so begeistern.

Und was können unsere Kunden im Defence-Sektor erwarten?

Das ist eine spannende Frage! Natürlich sehen wir nach der Bereitstellung des Sondervermögens ein großes Interesse an diesem Bereich. Unsere Stärke liegt in leistungsstarken und zuverlässigen IT-Lösungen und der Digitalisierung.

Wir haben im letzten Jahr bereits erste vielversprechende Projekte mit unseren Partnern gewonnen. Allerdings – und da möchte ich ganz offen sein – nur aus guten Lösungen allein entsteht noch kein Geschäft. Der Defence-Bereich erfordert spezielle Sicherheitsfreigaben, Rahmenverträge und vieles mehr. Wir befinden uns hier noch in der Aufbauphase.

Wir investieren auch in diesem Jahr stark in den Aufbau dieses Bereichs, um das notwendige lokale Know-how ins Unternehmen zu holen, das benötigt wird, um die global vorhandenen Lösungen zu positionieren. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit unseren Partnern zusammen, um den Markt schnellstmöglich vom Potenzial der Fujitsu Germany zu überzeugen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unseren innovativen IT- und Digitalisierungs-Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und Digitalisierung des Defence-Sektors leisten können.

Verlässlichkeit und Kontinuität als zentrale Werte

Gibt es etwas, das du in deiner Zeit als Geschäftsführer auf jeden Fall erreichen möchtest?

Absolut, es gibt etwas, das mir besonders am Herzen liegt. Wir kommen aus einer Zeit des ständigen Wandels und ich sehe meine Aufgabe darin, Kontinuität zu schaffen. Nach über 35 Jahren bei Fujitsu – wenn man meine Ausbildung mit einbezieht, sogar noch länger – stehe ich nicht nur sinnbildlich für Beständigkeit.

Ich möchte, dass Fujitsu Germany am Markt, aber auch intern bei unserem größten Kapital – unseren hochqualifizierten Teammitgliedern – noch mehr als bisher für Verlässlichkeit und Kontinuität steht. Die Basis dafür haben wir im letzten Jahr geschaffen. Jetzt gilt es, den Ball aufzunehmen und gemeinsam Erfolge zu erzielen. Denn das Spiel wird nicht mit großen Worten gewonnen, sondern auf dem Platz entschieden.

Eine letzte Frage: Was macht Fujitsu Germany in deinen Augen aus?

Ganz kurz und knapp: Fujitsu Germany steht für Verlässlichkeit und Innovation. Ich besuche gerade unsere Standorte in Deutschland und stelle diese Frage auch unseren Teams vor Ort. Die Antwort ist immer wieder beeindruckend: Fujitsu Germany steht für ein stabiles IT- und Mainframe-Geschäft in Deutschland. Das muss man sich immer wieder vor Augen führen. Wir stellen zum Beispiel zentrale Anteile der Infrastruktur für die Steuerverwaltung der deutschen Bundesländer oder deren Dienstleister bereit und begleiten die Deutsche Rentenversicherung bei der Modernisierung ihrer Fachverfahren. Wir stehen für Stabilität, bringen aber mit dem Servicegeschäft auch Innovation mit ein. Und nicht zuletzt: unsere hochmotivierten und hochqualifizierten Teammitglieder, die loyal an der Seite der Fujitsu Germany stehen. Wir sind uns der Verantwortung, die wir füreinander haben, bewusst. Das macht uns aus!

Vielen Dank Uwe, für dieses spannende Interview!

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Thomas Dietz

Thomas Dietz ist Director, Head of EPS Development & Support bei Fujitsu. Er ist kreativer Teamplayer; für die ergebnisorientierte Bereitstellung von Lösungen für Kund*innen ist seine Offenheit für technische Innovationen in der Informationstechnologie die Basis. Mit Motivation und Tatkraft werden nicht nur Projekte im beruflichen Alltag bewältigt, auch bei seinem Hobby Mountainbiken kommen diese zum Ausdruck.

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